| Nach dem Tode Konrads III. einigten sich die Fürsten, einer Empfehlung Konrads folgend, auf die Wahl seines Neffen, des 28jährigen Friedrich von Schwaben, in der Erwartung, daß damit die Kämpfe der Hohenstaufen mit den Welfen, die bürgerkriegsähnliche Ausmaße angenommen hatten, beseitigt würden: Friedrichs Mutter Judith war eine Welfin.
Dieser Ausgleich gelang Friedrich bald, besonders dadurch, daß er das Herzogtum Bayern dem Welfen Heinrich dem Löwen zuerkannte und auch mit weiteren Maßnahmen dessen Einfluß stärkte (besonders in Norddeutschland). Heinrich der Löwe schuf sich aber durch eine expansive Auslegung seiner Rechte und durch seine schroffe Art viele Feinde unter den deutschen Fürsten. Den bisherigen Herzog von Bayern, der Babenberger Heinrich Jasomirgott, entschädigte Friedrich mit der Markgrafschaft österreich; durch das "privilegium minus" wurde Österreich ein Herzogtum. Die oberitalienischen Städte waren durch rege Handelstätigkeit reich und selbstbewußt geworden; sie wählten eigene Oberhäupter ("consules") an Stelle der geistlichen Stadtherren und eigneten sich Reichsrechte und Reichsgüter (Regalien) einfach an. Der Ausbau der weltlichen Herrschaft der Päpste Anastasius III. und Hadrian IV. führte zu Gegenbewegungen der römischen Bevölkerung, die unter der Führung Arnold von Brescias, eines begabten und sittenstrengen Predigers, die Unabhängigkeit vom Papst forderten. Friedrich Barbarossa
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