Süditalien und Sizilien hatten die Normannen (unter Roger II., 1101-1154) erobert und sich dort ein gut organisiertes Reich aufgebaut.
1153 (Konstanzer Vertrag) hatten Friedrich Barbarossa und der Papst die Kaiserkrönung unter der Bedingung vereinbart, daß Friedrich den Papst gegen die Normannen schütze.
Auf seinem ersten Italienzug (1154/55) schlug Friedrich die römische Protestbewegung nieder, ließ Arnold von Brescia hinrichten und wurde zum Kaiser gekrönt; der Zug gegen die Normannen unterblieb wegen der zu geringen Stärke des Heeres.
Daraufhin erkannte der Papst die normannische Herrschaft Wilhelms I. (1154- 1166) an (Vertrag von Benevent 1156).
Zum Bruch zwischen Kaiser und Papst kam es 1157 auf dem Reichstag zu Besancon, als Kanzler Rainald von Dassel einen Brief des Papstes so übersetzte, daß er einen Tumult im Gefolge des Kaisers hervorrief (beneficium mit Lehen statt mit Wohltat übersetzt). Als weitere belastende Dokumente bei dem päpstlichen Legaten, dem späteren Papst Alexander III., gefunden wurde, proklamierte Friedrich die Unabhängigkeit seiner Herrschaft von der Kirche: Der sancta ecclesia stellte er das sacrum imperium gegenüber.
Friedrich Barbarossa mit seinen Söhnen Heinrich VI. (links) und Philipp von Schwaben
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