| Nach dem Tod des Königs Lothar von Supplinburg wählten die Fürsten nicht den mächtigen Welfen Heinrich den Stolzen von Bayern, sondern den weniger starken Staufer Konrad (geboren um 1093). Ein langer Kampf mit den Welfen begann, die schließlich Bayern an die Babenberger abtreten mußten.
Gottfried von Viterbo nannte Konrad "heiter in Aussehen und Haltung", und urteilte, er sei "im Rat ein Seneca, vom Aussehen ein Paris, in den Waffen ein Hektor". Der König, selbst ohne besondere Bildung, liebte die Gesellschaft gebildeter Männer und fand Freude an deren gelehrten Gesprächen. "Haben die Gelehrten doch ein fröhliches Leben!" soll er gesagt haben.
Konrad hatte sich verpflichtet, an einem Kreuzzug teilzunehmen
auch durch den frühen Tod seines ältesten Sohnes Heinrich, den er als seinen Nachfolger vorgesehen hatte. Konrad starb 1152 in Bamberg; seinen Wunsch, im Kloster Lorch beigesetzt zu werden, erfüllte man nicht.
Vor seinem Tod hatte Konrad nicht seinen siebenjährigen Sohn Friedrich als Nachfolger designiert, sondern seinen Neffen Friedrich, den er während des Kreuzzugs als mutig und tapfer kennengelernt hatte.
In der Kölner Königschronik steht über Konrad: "Die Zeiten dieses Königs waren ziemlich traurig. Unter ihm herrschten schwankendes Wetter, dauernde Hungersnot, wechselnder Kriegslärm. Er war ein tapferer Soldat und im Königsamt auch eifrig genug, aber durch eine Art Glücklosigkeit kam unter ihm das Gemeinwesen zum Wanken."
Statue Konrads III. im Dom zu Bamberg
|