d.e.f.a.-Treffen 2001 am Nürburgring, 28. Juli 2001


 

Im Laufe des Frühjahrs 2001 konkretisierte sich die vage Idee eines Treffens der NG. Einige locker organisierte Threads später (Umfrage zum Interesse, Termin-Abstimmung, Grobe Festlegung des Programms) stand die Sache dann.

Einige hatten zwar auf mehr Resonanz gehofft, in Anbetracht des Backgrounds "Online-Community") sind aber hohe Teilnehmerzahlen bei einer Real-World-Veranstaltung nicht unbedingt zu erwarten. Letztlich waren etwa fünfzig Prozent der ursprünglich Interessierten tatsächlich am Ort des Geschehens aufgeschlagen. In Anbetracht von Urlaubszeit und Super-Wetter eine wohl normale Quote. Die kleine Gruppe hat nebenbei organisatorische Probleme (Kolonnenfahrt, Einkehr) von vornherein eliminiert.

Ein nächstes Treffen ist unter den Teilnehmern beschlossene Sache. Hat einfach zu viel Spaß gemacht...

 


Bericht von Horst Pieser:

 
Message-ID: <9k0kl7$7cr$04$1@news.t-online.com>
From: "Horst Pieser" <identity7@gmx.net>
Newsgroups: de.etc.fahrzeug.auto
Subject: Re: d.e.f.a Treffen - so war's
Date: Sun, 29 Jul 2001 11:25:56 +0200

Anfahrt

Außer einem merkbefreiten Kölner BMW-Fahrer der beim Überholen einer dichtbefahrenen rechten Spur mit 30m-Lücken versucht, die vor ihm zügig fahrenden per Lichthupe aufzulösen konnte man wieder prima fahren. Tip: Junge, das ist eine Lichthupe. Photonen-Torpedos die klingonische Raumschiffe und vollgepackte Urlauberautos in ihre Atome auflösen gibts nur im Kino.

Und ein schißbuchsiger Motorradfahrer der mit einem tempomatgeregelten Auto sich dermaßen in Probleme verwickelt daß er mir schon wieder leid tut. Frage: Junge, wenn dich ein mit konstanter Geschwindigkeit fahrendes Auto auf einer Strecke von 10 km vier Mal überholen muß und aufgrund verzögerten Überholens deinerseits in endlos langgestreckten Autobahnkurven zweimal bremsen muß - was zum Teufel willst du dann am Nürburgring?

Dirk Poetke meldete sich leider ab, da sein Wagen auf der Anfahrt abgeraucht war. Ich hoffe mal, du bist gut nach Hause gekommen und der Schaden hält sich in Grenzen?

Fahren auf dem Ring

Fredl trieb seinen bayerischen 3-Liter-Turnschuh engagiert und selbstkritisch über den Kurs. "Die Zugstufe ist noch zu weich, der Sturz verändert sich und die Hinterachse lenkt mit".

Bei Arnd gabs nur leichte Probleme in organisatorischer Hinsicht. Der durch heruntergekurbelte Seitenscheiben erhöhte Innenraum-Ladedruck wirkte sich nachteilig auf die Auffindbarkeit der lässig in der Mittelkonsole abgelegten Ringkarte aus. Eine längere aber letztlich erfolgreiche Suchaktion führte zum Happy-End und der Ring erlebte drei weitere Rußen^H^H^H^H^HRunden des Chipgetunten Ibiza.

Alexander Doetsch fuhr zunächst als Beifahrer mit und drehte später seine erste eigene Runde. Hörte sich hinterher so an, als ob es nur für das Auto der letzte Einsatz dort gewesen sei. (Dem Wagen gehts gut, aber es ist halt kein Super Seven).

Alexander Hantke war zunächst kurz aufgetaucht, dann schnell verschwunden. In den folgenden Stunden sahen wir ihn eine Runde nach der anderen drehen, von Mal zu Mal engagierter. Muß ihm wohl mächtig Spaß gemacht haben.

Unvergessen auch:

  • Der grinsende Busfahrer der mit seinem Neoplan und fünfzig grölenden Touristen lichthupend ein Camaro Cabrio im Pflanzgarten vor sich hertrieb. Dieser Camaro schien gut verarbeitet zu sein. Ein Knistern des Armaturenbretts war jedenfalls nicht zu hören.

  • Der neue kleine Jaguar. Über dessen Grenzbereich bei mir nun keine Unklarheiten mehr herrschen. Nur einen winzigen Tick mehr und der Fahrer wäre ohne Auto nach Hause gefahren.

  • Ein wunderbar heckschwenkender weißer Capri mit einem Grenzbereich so breit wie Werner im Vollrausch.

  • CL mit Wankausgleich. Sieht cool aus wenn so ein Dickschiff unbeeindruckt durch die Kurve zischt. Zudem noch unerwartet schnell.

  • Eine wunderbar rund und lässig gefahrene BMW RT. Sah auf den ersten Blick langsam aus. Schwenkte aber irgendwie genauso schnell durch die Kurven wie die Supersportler mit herunterhängenden Fahrern.

  • Der Ober-Hammer waren die Super Seven-Nachbauten. Die krachen da merkbar schneller durchs Sichtfeld als alles andere was sonst noch so unterwegs war. Ja, es waren GT3 da.

Besondere Vorkommnisse:

Ein Boxster-Fahrer demonstrierte die Tücke des Mittelmotors im Grenzbereich. Ein Fahrfehler in der Kurve endete im Dreher. Dem Fahrer passierte nichts, nur der vordere Stoßfänger wurde von der dortigen Leitplanke geplonkt.

Ausfahrten

Wunderschöne Landschaft und interessante Straßen. Sowas kann man textlich nicht rüberbringen, also lassen wirs.

Letztlich ist die Eifel ja nichts anderes als das 3D-Modell einer Mandelbrotmenge. Schließlich finden sich die topologischen Verwerfungen der bewaldeten Hügelketten miniaturisiert im Straßenbelag jeder malerischen Seitenstraße wieder. Dementsprechend traf der Unmut der Z3-tiefer-breiter-aber-mit-Stil-Fraktion auf Gleichmut der SLK-Serienfahrwerk-Fraktion. "Fahrbahnunebenheiten? Was für Fahrbahnunebenheiten?".

Einkehr

Zum Abschluß sind wir dann noch in einem abgelegenen Eifeldorf ohne Handy-Empfang aber mit eigenwilligen Verkehrschildern ("Durchfahrt nur für Anwohner mit KFZ und Rettungsdienste. Wird von der Polizei kontrolliert.") in eine Pinte eingekehrt.

Nach einem leckeren Abendessen haben wir dann noch endlos Benzin geredet.

Das Bombenwetter und Arnds gute Ortskenntnisse machten die Sache letztlich rund.

Fazit

Für das nächste Mal fest eingeplant sind Ampelstart-Tests (Kompressor-Mini gegen Motorrad) und Mißbrauchstests (vier beleibte Insassen, vollgetankt und Kupplung schnalzen lassen auf griffigem Untergrund).

Mords-Gaudi.

Bis dann, Horst

 



Bildgalerie

d.e.f.a Treffen 2001
Ein kleiner Imbis in der "Grünen Hölle" an der Einfahrt zur Nordschleife. v.l.n.r.: Horst Pieser, Arnd Maaß, Fredl Haimer und mit dem Rücken zum Bild Alexander Doetsch
d.e.f.a Treffen 2001
Anschließend ging es für einige auf die Piste. Fredl umrundet...
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...in seinem bayrischen Turnschuh...
d.e.f.a Treffen 2001
...sehr zügig...
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...die Nordschleife.
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Auch Arnd ist flott unterwegs...
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...obwohl Alexander auf dem heißen Stuhl...
d.e.f.a Treffen 2001
...(im Volksmund auch "Beifahrersitz" genannt)...
d.e.f.a Treffen 2001
...das Leistungsgewicht verschlechtert.
d.e.f.a Treffen 2001
Und jetzt erzähl noch mal einer,...
d.e.f.a Treffen 2001
...ein gechippter TDI ...
d.e.f.a Treffen 2001
...würde nicht rußen.
d.e.f.a Treffen 2001
Aber auch andere lassen es brennen.
d.e.f.a Treffen 2001
Besonders die Super7 (hier bitte den Bodenkontakt der Räder beachten)...
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...waren einfach...
d.e.f.a Treffen 2001
...sauschnell unterwegs.
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Die Nordschleifen-Absolventen treffen wieder auf den Rest. v.l.n.r.: Arnd, Alexander, Fredl und Horst.
d.e.f.a Treffen 2001
Arnd kontrolliert seine Ideallinie auf Horsts Aufnahmen.
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Der Abschluß im Biergarten einer Kneipe mitten in der tiefsten Eifel.
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Wo sollte der schwarze Balken noch gleich hin Horst?
Selbstportrait:
d.e.f.a Treffen 2001

Ich danke Horst Pieser für seine Mithilfe beim Erstellen dieser Seite.


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Last modified: Sun Sep 2 13:12:48 MEST 2001